Ein Jahr nach der gemeinsamen Erklärung von EU und USA bleibt die transatlantische Handelspolitik ein bewegliches Ziel. Der 2025 vereinbarte Rahmen sollte Zölle begrenzen und Unternehmen mehr Planungssicherheit geben. Dennoch bestehen zahlreiche Ausnahmen, Sonderregeln und politische Vorbehalte.
Das ursprüngliche Rahmenwerk sah für viele EU-Waren in den USA eine Obergrenze von 15 Prozent vor. Gleichzeitig sagte die EU Zollsenkungen auf US-Industriegüter und zusätzlichen Marktzugang in einzelnen Agrarbereichen zu. Die Vereinbarung umfasste außerdem Energie, Investitionen, Verteidigungsgüter und Technologiethemen.
Neue Zölle verändern die Ausgangslage
Neue US-Zollmaßnahmen aus dem Sommer 2026 haben die Lage erneut verschoben. Für zahlreiche EU-Importe gilt aktuell ein pauschaler Satz von zehn Prozent; gleichzeitig bestehen Ausnahmen etwa für bestimmte Flugzeugteile, Arzneimittel und Rohstoffe.
Einordnung: Der politische Wert des Abkommens liegt weiterhin darin, einen Rahmen für Verhandlungen zu bieten. Von einer dauerhaft abgeschlossenen Zollordnung kann jedoch keine Rede sein. Unternehmen müssen mit weiteren Anpassungen rechnen.
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